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Grundlagen der modernen Beleuchtung

You’re the only thing I need
And you’ve become the only thing
That keeps me breathing without you I’d be
In a dark place, no lightswitch
An open wound without a stitch
Maybe now you will understand

(Lightswitch, Dredge)

Eins vorweg: Ich schreibe das nicht für euch. Nur für mich. Das Thema Beleuchtung im smarten Heim ist überraschenderweise komplexer als wir dachten.

„Ach was!
Was kann da so schwer sein?
Das Kabel kommt von der Deckenmitte – Glühbirne (sic!) rein: Fertig!“
Ganz so trivial ist es leider nicht – deshalb versuchen wir unsere Gedanken zu ordnen, indem wir diesen Beitrag runter-schreiben. Soweit so gut – ihr seid noch da? Ja?! 🙂 Umso besser!

Begrifflichkeiten

Bevor wir tiefer einsteigen, gilt es vorab einige (technische/physikalische) Begrifflichkeiten zu klären. Andernfalls ist man schnell in der Terminologie verloren. Wir versuchen das „Fach-Chinesisch“ wegzulassen und kurz und knapp für einen Nicht-Ingenieur darzustellen:

Licht-erzeugendes Teil einer Leuchte – häufig fälschlicherweise als „Glühbirne“ bezeichnet.
Eine Einrichtung, die Lampen enthält (z.B. Stehleuchte, Wandleuchte).
Isolierte Umhüllung, die leitende Adern enthält. Oft unzutreffend als „Kabel“ bezeichnet.
Isolierte Umhüllung, die leitende Adern enthält und unterirdisch bzw. unter dem Gewässergrundboden verlegt wird und dadurch spezielle Eigenschaften aufweisen muss (robuste Ummantelung).
Eine durch elektrischen Strom angeregte Licht-emittierende Diode (Halbleiterbauelement).
Meist: LED-Leuchtmittel (Lampe), die in einer herkömmlichen Fassung (E27, GU10) klassisch mit 230 V betrieben wird. Die notwendige Elektronik ist häufig bereits in der Lampe enthalten.
Regulierung der Lichtintensität durch schnelles Ab- und Einschalten des elektrischen Stroms (Pulsweitenmodulation). Je nach Häufigkeit der Ein- und Ausschaltvorgänge erscheint eine Lampe für das menschliche Auge mehr oder weniger hell.
Dimmen durch die regelmäßige (Impuls-gesteuerte) Beschneidung der Eingangsspannung mit Hilfe einer speziellen Komponente (Triac).
Dimmen durch die konstante Regulierung des Stroms.
Technische Vorrichtung, die die optimalen Start- und Betriebsparameter eines Leuchtmittels bereitstellt.
Technische Vorrichtung, die die optimalen Start- und Betriebsparameter eines LED-Leuchtmittels bereitstellt. Ermöglicht das Dimmen durch die Nutzung eines bestimmten („PWM“-/“CCR“-) oder die Kombination von Dimm-Methoden.
„Constant Current“: Konstant-Strom. LEDs werden grundsätzlich mit Konstantstrom betrieben.
„Constant Voltage“: Konstant-Spannung. Mit elektronischen Hilfsmitteln kann ein LED Modul auch mit Konstantspannung versorgt werden. Das Erhöht die Effizienz sowie Lebensdauer der LED-Geräte, ist aber mit höheren Kosten verbunden.
Vorschaltgeräte/Treiber können entweder in der Nähe des Leuchtmittels (Vorteil: kein Spannungsabfall am Leuchtmittel; Nachteil: Höhere Kosten durch die Unterbringung) oder entfernt i. d. R. im Verteilerkasten untergebracht werden (Vorteil: Niedrigere Kosten durch Verzicht auf Einbaugehäuse; Nachteil: Spannungsreduktion am Leuchtmittel-Zielort durch die längere Zuleitung).
Ein Vermittler zwischen dem KNX- und dem DALI-Bus. DALI ermöglicht eine verzweigte Verkabelung der Leucht-Komponenten und die individuelle Ansteuerung der Teilnemer.
Ein Vermittler zwischen dem KNX- und dem DMX-Bus. DMX-Einsatz kommt ursprünglich aus der Veranstaltungstechnik und ermöglicht effektvolle und reaktionsschnelle Steuerung der angeschlossenen Teilnehmer.
Lumen (lm) ist die Einheit für die Helligkeit der Lampe. Je höher der Lumen-Wert, desto heller ist das Leuchtmittel-Licht.
Lux kann man als Beleuchtungsintensität auf eine bestimmte Fläche ansehen. Lux = Lumen durch Quadratmeter (lm / m²)
Weiß-Licht kann je nach Wellenart in verschiedenen Farben gesehen werden. Hierbei wird häufig die Temperaturskala Kelvin (K) genutzt, um die (Sonnen)-Lichtfarbe zu beschreiben. Sonderbarerweise spricht man bei tieferen Temperaturen (2000 K – 3300 K) von warmen Farben und bei höheren Temperaturen (ab 5000 K) von kälteren (Tageslicht-)Farben. Warme Lichtfarben werden gerne in Wohnbereich eingesetzt, kältere dagegen in Arbeitsräumen verwendet.
Verschiedene Leuchtmittel verbreiten das Licht häufig nicht in 360 Grad, sondern in einem kleineren Winkel. Diese Angabe wird dann notwendig, wenn man die Lichtstärke in einem Bereich berechnen möchte.
Über die Einheit Candela (cd) wird der Lichtstrom beschrieben/gemessen, der von einer Lichtquelle in eine bestimmte Richtung ausgesendet wird. Mit der Lumen-Angabe sowie dem Abstrahlwinkel lässt sich der entsprechende Candela-Wert berechnen.
CRI (Color Rendering Index) beschreibt die Treue der Farbwiedergabe. 100 entspricht dem Ideal-Wert. Je höher der Wert, desto natürlicher fühlen sich die Farben an.

Sollte sich in eine der Definitionen ggf. Fehler geschlichen haben, möge man uns berichtigen!

Hochvolt (230 V) gegen Niedervolt (24 V)

So, nachdem alle Klarheiten beseitigt sind, machen wir uns einen Überblick über das Licht in unseren heutigen Häusern: Bei den meisten finden wir einfache Decken- oder Wand-Auslässe, umgeben von mehr- oder minder schönen Leuchten. In diesen Leuchten sind eine oder mehrere Lampen. Diese Lampen sind wiederum an eine landläufig gebräuchliche 230V-Leitung angeschlossen. Soweit so gut.

Planen wir eine moderne Beleuchtung, kommen wir um die LED-Beleuchtung nicht herum (siehe FAZ-Grafik). Diese Beleuchtungsart bietet konkurrenzlose Effizienz (ca. 200 Lumen pro Watt), lange Lebensdauer, sofortige maximale Helligkeit und stufenlose Dimmbarkeit. Weiterhin bieten LEDs Möglichkeiten mit Farben und Lichtintensität-Effekten (Blinken, Pulsieren, Glühen, usw.) zu arbeiten. Das schafft eine ganz neue Art eine bestimmte Stimmung/Atmosphäre zu erzeugen.

Quelle: FAZ (http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/strassenbeleuchtung-mit-led-fort-mit-den-alten-funzeln-13229798.html)

Energiesparlampen sowie andere Typen wie Halogen-Lampen sind somit schnell aus dem Rennen. Prima – dann können wir an der Stelle doch aufhören, oder? Nicht so schnell!

Es gibt wie immer einen Hacken an der Sache: Dimmbare Hochvolt-Retrofit-LEDs (230 V) neigen zahlreichen Berichten nach zu möglichen unerwünschten Nebeneffekten:

  • stufiges, sprunghaftes Dimmverhalten
  • unerwünschte Nebengeräusche: Brummen, Summen, Surren, Fiepen
  • Flackern oder Flimmern
  • frühes Abschalten oder späteres Einschalten

Da die LED-Treiber nicht immer mit dem LED-Leuchtmittel harmonieren (da die Elektronik mangels eines Standards nicht aufeinander abgestimmt ist), ist ein perfektes Dimm-Verhalten nicht garantiert! Nicht vergessen: Die beobachteten Problem treten nur bei dimmbaren LED-Lampen in Erscheinung; ungedimmte Retrofit-LED-Lampen (einfaches, schaltbares Licht) können nach heutigem Kenntnisstand bedenkenlos eingesetzt werden.

Die alternative Lösung für dimmbare LEDs bietet die Niedervolt-Technik (24 V). Dabei wird die 230 V Wechselstrom-Spannung mit einem Netzteil auf 24 V Gleichstrom-Spannung transformiert. Entsprechende Treiber versorgen die 24-V-Lampen (Spots, Stripes) mit den abgestimmten Steuersignalen. Ergebnis: Perfektes Dimmverhalten ohne nachteilige Nebeneffekte.

Fazit: Dimmbare LEDs können problemlos funktionieren, müssen aber nicht! Deshalb bei schaltbaren (ungedimmten) Licht: Retrofit-LED, bei dimmbarem Licht: Niedervolt-LED-Leuchtmittel.

Varianten

Die nicht-dimmbare Beleuchtungs-Steuerung ist denkbar einfach: Schaltaktor + (Retrofit-)Lampe. Bei der dimmbaren Konfiguration sieht es etwas komplizierter aus. Hier kommt man mit einem simplen Schaltaktor nicht weit.
Wie könnten also alternative, technische System-Aufbau-Varianten für die Beleuchtung in einem KNX-gesteurten Gebäude aussehen?

DALI

Für den DALI-Systemaufbau benötigen wir demnach:

  • DALI-Gateway (z. B. Gira 218000)
  • LED-Treiber (z. B. eldoled LIN720D3)
  • Netzteil (z. B. MEANWELL HLG-600H-24A)
  • Spots oder Stripes (24 V)
  • Spot-Fassung bzw. Stripe-Halterung
  • Beton-Einbaugehäuse für Spot
  • (Nur wenn dezentral: Beton-Einbaudose für Treiber)

KNX

Der KNX-Aufbau ist etwas simpler gehalten:

  • Controller (zentrale Ausführung: MDT AKD-0424R.01, LED-Treiber enthalten, dezentral: MDT AKD-0424V.01)
  • Netzteil (z. B. MEANWELL HLG-600H-24A)
  • Spots oder Stripes (24 V)
  • Spot-Fassung bzw. Stripe-Halterung
  • Beton-Einbaugehäuse für Spot
  • (Nur wenn dezentral: Beton-Einbaudose für Unterputz-Controller)

DMX

Für den DMX-Systemaufbau benötigen wir ähnliche Komponenten wie bei DALI:

Unsere Prämissen

Bei der Beleuchtungsplanung halten wir uns an an paar Grundsätze:

  1. Plane erst die Leuchte und das Leuchtmittel, dann die Steuerung.
  2. Zentraler Aufbau hat geringe Nachteile bei deutlich erhöhter Flexibilität und geringeren Kosten
  3. Ungedimmt: Hochvolt Retrofit-LEDs (230 V)
  4. Gedimmt: Niedervolt-LEDs (24 V)
  5. Indirektes Licht nicht vergessen: An der Wand (oben/unten); Licht-Stripes, Licht-Vouten, usw.
  6. Größere Spots (AR111 oder ES111) kosten für sich allein genommen mehr, benötigt werden aber insgesamt weniger Einbaudosen sowie Fassungen. Außerdem bringen diese mehr (Lumen-)Leistung. Könnten (auch punktuell) eine Alternative zu den typischen MR16-Spots darstellen.

Kosten

Um die finanzielle Belastung der dimmbaren Beleuchtung zu bestimmen, haben alle Alternativen dem Kostenvergleich unterstellt. Wir setzen zur Vereinfachung auf 6-W-Spots.

Ergebnis: Die Gesamt-Kosten aller Varianten sind vergleichbar gut/schlecht.

DMX ist bei der Standard-Konfiguration (14 Leuchtgruppen a la 6 Spots) eindeutiger Kosten-Sieger. Allerdings sind die Mehrkosten der „Verlierer“ nicht besonders signifikant. Die echten Kostentreiber sind nicht die Systemgeräte oder LED-Treiber, sondern eindeutig die Leuchtmittel und die Einbaudosen! Hier läge das unbestreitbare Einsparpotential… Aber gutes Licht war und ist einfach teuer.

Fazit: Unser Aufbau

Wir setzen nach aktuellem Stand auf den zentralen KNX-Aufbau. Damit vermeiden wir die Aufnahme der zusätzlichen Komplexität eines weiteren Bus-Systems. DALI spielt den Kosten-Vorteil erst bei sehr vielen Lichtgruppen aus. DMX bringt weitere Bedenken ins Spiel: Bidirektionale Signale sind nicht ohne weiteres möglich (keine Rückmeldung über Schaltergebnis); evtl. sind speziell geschirmte Leitungen notwendig.

Grundsätzlich lässt sich unser Modell auch auf DALI ausbauen. Wir verwenden 5-Adrige geschirmte Leitungen für die Beleuchtung [5×1,15 NYM(St)-J]. Somit sind zwei Adern für die DALI-Steuer-Signale frei. Spots sowie Stripes werden nach nach-gelagerter, detaillierter Planung eingebaut.

In Wohnbereichen kommt gedimmtes Licht zum Einsatz, in sonstigen Räumen und auf dem Außengelände wird ungedimmt Beleuchtet.

Spots einer Lichtgruppe werden nicht in Reihe, sondern parallel geschaltet, damit bei Ausfall einiger weniger Spots die übrigen immer-noch arbeiten können. Der Leistungsabfall der längeren Zuleitung lässt sich in der Regel durch eine marginal höhere Eingang-Spannung „auspegeln“.

Grundsätzlich setzten wir auf wenige Netzteile mit höher Leistung, statt mehrere mit niedrigerer Leistung. Die Effizienz der größeren Netzteile ist einfach besser. Zudem lassen sich die Netzteile bei Stand-By-Betrieb über ein Relais komplett vom Netz nehmen (z. B. bei vollständiger Abwesenheit).

UPDATE (10.05.2016): Abbildungen aktualisiert.

Comments (18)

  1. Benni Dienstag, 08UTCTue, 08 Mar 2016 07:17:08 +0000 8. März 2016 at 07:17 Antworten

    Hi, also wie immer hier ein sehr detaillierter und fundierter Bericht! Herzlichen Dank dafür.
    Ich habe mich trotz einiger negativer Berichte mal an die 230V dimmbaren LED Leuchten gehängt und ein paar ausprobiert. Mittlerweile scheint das Problem mit der Dimmung über Phasenan- bzw. Phasenabschnitt von einigen LED Lampen kein Problem mehr zu sein. Ich habe mit der Dimmer Extension meiner Loxone Teststellung erfolgreich die billigsten LED Lampen mit E27 und E14 gedimmt. Die Lampe fängt zwar so ca. mit 10% Leuchtkraft an, aber drunter dimme ich die Lampe sowieso nicht.
    Also letztlich überwiegt für mich die Einfachheit und Flexibilität der Einheitlichkeit. Es werden an alle Leuchten NYM Kabel für 230V gezogen und laufen zentral zusammen. Damit kann ich jederzeit entscheiden, welche ich an die Dimmer Extension hänge und welche normal schalten möchte.
    Viele Grüße,
    Benni

    1. smarthomebau.de Dienstag, 08UTCTue, 08 Mar 2016 20:08:31 +0000 8. März 2016 at 20:08 Antworten

      Benni, den EINEN (einzig-wahren) Königsweg gibt es auch hier nicht – für uns geht es auch nicht darum ein starres Dogma durchzusetzen, sondern auf die möglichen Probleme hinzuweisen. Freut mich, dass ihr eine passende Kombination für dimmbare Retro-LED-Beleuchtung gefunden habt. Auf Einfachheit und Flexibilität Wert zu legen ist auf jeden Fall nicht verkehrt! 🙂 Mit der zentralen (Stern-)Verkabelung hat man zudem noch die maximale Flexibilität.

      1. Benni Mittwoch, 09UTCWed, 09 Mar 2016 07:41:12 +0000 9. März 2016 at 07:41 Antworten

        Das sehe ich ganz genauso. Die Themen sind immer sehr individuell und die Gewichtung der einzelnen Punkte sind entscheidend. Eine dimmbare 230V LED Leuchte gleicht leider nicht der anderen, das hast du hervorragend beschrieben. Es gehört etwas ausprobieren und auch ein bisschen Glück dazu. 😉 – Natürlich hat die 24V Variante ebenfalls seine Vorteile, die jeder für sich bewerten muss. Ein schwieriges Thema dieses „clevere Zuhause“ 😉

  2. Miki Dienstag, 29UTCTue, 29 Mar 2016 16:28:31 +0000 29. März 2016 at 16:28 Antworten

    Hi,

    hast du schon Überlegungen angestellt wie und wo du die Spots positionierst? Abstände zwischen den Spots und Abstände zu Wänden?

    Bei den 24V Spots handelt es sich doch um die Voltus LEDs oder?

    Gruß Miki…

    …der wo im Moment auch Lichter plant. 🙂

    1. smarthomebau.de Dienstag, 29UTCTue, 29 Mar 2016 19:08:29 +0000 29. März 2016 at 19:08 Antworten

      Hey Miki!
      Die finalen Positionen der Spots zu bestimmen ist in unserer Lage noch zu früh. Dank abgehängter Decken, kann dies auch recht spät geschehen, sobald die Decken fertig sind. Solange reicht eine grobe Positionierung der Deckenauslässe. Voltus-LEDs sind eine valide Option – wir kommen (aufgrund des turbulenten Familienlebens ;)) leider nicht dazu diese zu testen. Kommt aber auch noch bald – wir werden berichten! Bleib also dran!

      Liebe Grüße!

  3. unserbaublog.de Montag, 12UTCMon, 12 Jun 2017 12:51:34 +0000 12. Juni 2017 at 12:51 Antworten

    Hurra, jemand der den Unterschied zwischen Lampen und Leuchten kennt. Da kommt wohl jemand vom Fach 😉

    1. smarthomebau.de Montag, 12UTCMon, 12 Jun 2017 13:38:07 +0000 12. Juni 2017 at 13:38 Antworten

      Vom Fach? Nicht unbedingt – das ist alles nur gefährliches Halbwissen aufgenommen durch Autodidaktion! 😉

  4. Michael Möller Samstag, 19UTCSat, 19 Aug 2017 16:05:42 +0000 19. August 2017 at 16:05 Antworten

    Hallo Dennis,

    eine ganz tolle Seite! Ich würde mich sehr freuen wenn Du über unsere 24V Spots berichtest. Vielleicht ist die neue Tunable White Lösung die wir gemeinsam mit MDT entwickelt haben ja was für euch?
    LG
    Michael (GF von Voltus)

    1. smarthomebau.de Montag, 21UTCMon, 21 Aug 2017 08:42:52 +0000 21. August 2017 at 08:42 Antworten

      Das ist eine tolle Idee – wir wollten das Thema schon länger aufgreifen und dazu ein Update schreiben!

  5. Mischa Montag, 06UTCMon, 06 Nov 2017 11:55:58 +0000 6. November 2017 at 11:55 Antworten

    Hallo Dennis,

    vielen Dank für deine sehr guten Ausführungen und die Übersicht.

    Ich verstehe dich richtig, dass du jetzt zwar auf KNX setzt, aber da nicht auf die 230V-Dimmaktoren mit Retrofit-Leuchtmitteln, sondern 24V-LED-Spots mit MDT LED-Controllern?

    Das ist mal ein guter Ansatz! Ich quäle mich seit Wochen mit der Frage, ob ich DALI einsetzen sollte oder lieber nur auf KNX setze, aber bei KNX hatte ich bisher nur die 230V-Retrofit-Leuchtmittel (GU10) im Kopf.

    Mit deiner Lösung könnte man also die Vorteile von DALI (butterweich dimmbare 24V-Leuchtmittel) mit nur einem Bus-System (nämlich KNX) verbinden?
    Habe ich bei dieser Kombination also nicht die von dir geschilderten Probleme beim Dimmen von 230V-Retrofit-Leuchtmitteln mit bspw. dem MDT Dimmaktor?

    Und ist es richtig, dass ich pro MDT LED-Controller 4 Gruppen (bspw. Räume) ansteuern kann? Ich hätte pro Gruppe/Raum zwischen 2 und 7 LED-Spots mit 6W, ähnlich wie bei dir.

    Hast du eine Empfehlung für die 24V-Leuchtmittel?

    Viele Grüße und Danke für deine Mühe
    Mischa

    1. smarthomebau.de Montag, 06UTCMon, 06 Nov 2017 13:53:34 +0000 6. November 2017 at 13:53 Antworten

      Mischa,

      wir haben die Absicht 24V-Leuchtmittel mit LED-Controllern zu verwenden. Spots müssen/werden es aber nicht sein (Panels). Und MDT muss es auch nicht sein (z.B. Enertex). 🙂
      Damit hast du auch eine „Butterweiche“ Dimmung. Die Probleme (Flackern, Brummen, etc.) mit den 230-V-Retrofit-Kandidaten (Phasenanschnitt/-Abschnitt) hat man hier nicht.

      Dafür ist die Auswahl der Leuchtmittel nicht so ganz breit… Man muss einige Kompromisse eingehen.

      Deine Annahme ist richtig: Mit einem 4-Kanal-Controller kannst du entweder 4 Lichtkreise in Weiss (Stripes/Spots/etc.) oder EINEN einzigen RGBW-Lichtkreis ansteuern. Bitte auch die (Gesamt)-Leistung bzw. Belastung pro Kanal beachten.

      Unsere Tests waren sehr positiv mit z. B. Solectric Panels (http://alterrax.de/solectric-led/led-leuchten/solectric-led-panels/solectric-led-panels-24v-dc-dimmbar/)

      Viel Erfolg!

  6. Stefan Dienstag, 26UTCTue, 26 Dec 2017 21:59:51 +0000 26. Dezember 2017 at 21:59 Antworten

    Hey,

    Bei der Übersicht zu KNX:was meinst du mit „Max A pro Kanal“?

    Den Rest kann ich mir ableiten 🙂

    Super Eintrag. Auch ich habe mich pro KNX entschieden und bin hin und her gerissen wegen dem Thema Beleuchtung.

    Welche Spots und Controller sind es bei dir final zum Großteil geworden?

    1. smarthomebau.de Mittwoch, 27UTCWed, 27 Dec 2017 09:10:14 +0000 27. Dezember 2017 at 09:10 Antworten

      Hey Stefan!

      „Max A pro Kanal“ bedeutet „Maximale Strombelastung pro Kanal“, „A“ = „Ampere“(Stromstärke).

      Wir haben vor überwiegend dimmbare LED-Panels (60 x 60 cm) mit dynamisch einstellbarer Lichtfarbe (Tunable White) einzusetzen. Sind hier noch auf der Suche nach den passenden Leuchtmitteln. Die Thematik ist relativ noch frisch im Markt… Bei den Controllern wird es wohl auf den neuen MDT-LED-Controller hinauslaufen. Vielleicht wird sogar DALI (DT8) mit dezentralen Treibern eingesetzt. Da ist noch einiges in Bewegung momentan und noch nichts entschieden. 🙂 Wir werden zeitnah berichten!

  7. David Mittwoch, 10UTCWed, 10 Jan 2018 15:55:54 +0000 10. Januar 2018 at 15:55 Antworten

    Hallo!

    Grundsätzlich mal toller Blog – macht Spaß beim Lesen 🙂

    Eine Frage noch zu den gezeigten Kostenvergleich: Du schreibst, dass Du abgehängte Decken machst („Dank abgehängter Decken, kann dies auch recht spät geschehen, sobald die Decken fertig sind.“);
    Warum hast Du dann so eine riesige Anzahl an Deckendosen (80 Stück)? A reichen wohl ja pro Raum 2 – 3 mit entsprechender Anzahl an Leitern, der Rest wird in der abgehängten Decke veteilt ….

    Oder verstehe ich da was falsch 🙂 ?

    Beste Grüße
    David

    1. smarthomebau.de Mittwoch, 10UTCWed, 10 Jan 2018 16:52:02 +0000 10. Januar 2018 at 16:52 Antworten

      David, lass dich nicht von der Zahl der Spots verunsichern. Bei der Beispielrechnung hilft die Zahl als Durchschnitt-Annahme die Gesamtleistung zu bestimmen. Wichtig ist letztlich die Anzahl der Lichtgruppen sowie die Leistung, die man final aufteilen muss. Alles klar? 😊

  8. Arne Dienstag, 30UTCTue, 30 Jan 2018 21:36:06 +0000 30. Januar 2018 at 21:36 Antworten

    Hallo David,

    auch von mir einen herzlichen Dank für die aufbereiteten Informationen. Ich war eigentlich „nur“ auf der Suche nach den benötigten Komponenten für eine 24V DALI Installation (zum Verständnis), da ich derzeit auch unser Haus/Licht mit KNX plane. Ich habe mich dann daran gemacht, deine Excel-Tabelle einmal nachzubauen und für meinen Fall auszufüllen.

    Als Ergebnis kann ich sagen, dass für mich/uns eine Kombination von 230V GU10 LED-Spots und KNX Theben DM 8-2 T Dimmer teils erheblich günstiger in den Gesamtkosten ist. Bei den von dir angesetzten Betondosen sind DALI und KNX24V um rd. 30% teuer. Bei einer abgehängten Decke wie bei uns und damit deutlich günstigeren Einbaudosen (Kaiser ThermoX) sind DALI und KNX24V sogar rd. 70% teurer.

    Natürlich muss man ggf. mit ein paar Schwächen der GU10 LED Spots leben, aber z.B. die Philips WarmGlow funktionieren hier inzwischen wirklich hervorragend.

  9. Stefan Donnerstag, 01UTCThu, 01 Mar 2018 13:19:31 +0000 1. März 2018 at 13:19 Antworten

    Hallo David,

    anbei meine neuesten Erfahrungen zum Thema Beleuchtung:

    http://www.westlichesbahngelaende.de/zu-besuch-bei-voltus/

    Viele Grüße
    Stefan

    1. smarthomebau.de Donnerstag, 01UTCThu, 01 Mar 2018 15:01:39 +0000 1. März 2018 at 15:01 Antworten

      Informativer Erfahrungsbericht – danke fürs Teilen! 🙂

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