Blog Post

Heim-LAN: Netzwerkschrank, Switch, Patchpanel & Co.


The problem’s plain to see:
Too much technology
Machines to save our lives.
Machines dehumanize.

(Mr. Roboto, Styx)

Das Netzwerk-Thema ist doch größer, als man es anfangs einschätzt: Nachdem wir die Netzwerkverkabelung geplant und verlegt haben, kommt nun der spaßige Teil – Die Zusammenführung aller Komponenten im Netzwerkschrank.

Welche Überlegungen gibt es denn zum Netzwerkschrank und dessen Inhalt?

Schrank

Wir achten bei der Auswahl unseres Netzwerkschrank auf folgende Faktoren:

  • So groß wie möglich – so klein wie nötig: Platz für Leitungen sowie andere Geräte.
  • 19-Zoll-Ausführung: Weit verbreiteter Standard.
  • Möglichst robust (geschweißt, nicht geschraubt).
  • Abnehmbare Seiten-Teile: Vereinfacht Installation.
  • Glastür: Schneller Überblick.

Bei uns fällt so die Auswahl auf den Triton RJA-47-A66-CAX-A1
Dimensionen: 47 Höheneinheiten (HE), Höhe-Breite-Tiefe: 2,19 x 0,6 x 0,6 m; Gewicht: 98 kg

Planung:

Es schadet nicht bereits im Vorfeld sich Gedanken zu machen wie man welche Geräte und Zubehör-Teile im Schrank verteilt:

Komponenten/Zubehör

Nützliches bzw. unverzichtbares Zubehör (beispielhaft, nicht abschließend):

Patchpanel

Zum Patchpanel/Patchfeld gibt es nicht viel zu sagen. Alle zentral ankommenden Netzwerkleitungen werden auf das Panel aufgelegt. Mit Patchkabeln verbunden geht jede einzelne Leitung häufig weiter zum Switch und wird somit den anderen Netzwerk-Teilnehmern bekannt.

Grundsätzlich kann man sich entweder für die LSA– oder die modulare Bau-Weise entscheiden.
Der modulare Aufbau hat den Vorteil, dass die Montage ohne Werkzeug erfolgen kann und der Leitungsschirm meist besser aufrecht erhalten werden kann.

Mögliche Kandidaten für uns:
Modular: tsnetworks CAT6a 24Port Patchpanel 19″
LSA: TPFNet Premium Patchpanel 48-fach 19″

Switch

Ein Switch ist ein aktives Netzwerkgerät, das den Netzwerkverkehr zielorientiert verteilt und so die einzelnen Teilnehmer eines gemeinsamen Netzwerkes verbindet.

Varianten:

Auch hier gibt es einige wichtige Ausführungsvarianten (aufsteigend nach Preis):
Unmanaged: Einfachste Ausführung – es kann nichts konfiguriert werden. Stecker rein – fertig!
Smart Managed: Zugriff auf einige Parameter i. d. R. ausschließlich über ein Web-Interface möglich.
Managed: Die Premium-Klasse – keine Einschränkungen in der Konfiguration inkl. Profi-Features.

Mit PoE oder ohne?

In einem kleinen Netzwerk (Einfamilienhaus) werden häufig nur einzelne, wenige Geräte über die Netzwerkleitung mit der Betriebsspannung (PoE) versorgt. Daher lohnt es sich hier eher selten einen größeren PoE-Switch (ab 24 Ports) einzusetzen. Diese Geräte sind immer lauter (Aufgrund der Kühl-Rotoren) und verbrauchen mehr Strom.

Einzelne PoE-Endgeräte können mit einem sog. PoE-Injektor oder einem kleineren (sparsamen) PoE-Switch angebunden werden.

Auswahlkriterien:

Wir richten uns nach folgenden Eigenschaften bei der Auswahl unseres Switches

  • Managed: Der Aufpreis pro Port liegt nur bei etwa 5 EUR, für den Fall der Fälle…
  • Lautstärke: möglichst leise und passiv gekühlt bzw. leiser Lüfter
  • Strom-Verbrauch: möglichst sparsam (unter 30 W)
  • CLI (Command Line Interface)/Telnet/SSH: Zur Automatisierung/Fernsteuerung hilfreich

Unser Favorit: Ubiquiti ES-24-Lite

Irgendwas vergessen? Sicher? Dann hau‘ uns an!

*Beitragsbild: Freepik from www.flaticon.com is licensed by CC 3.0 BY

Comments (2)

  1. Jens Sonntag, 13UTCSun, 13 Aug 2017 13:25:11 +0000 13. August 2017 at 13:25 Antworten

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage.
    In eurem Netzwerkschrank plant ihr Sonos zu verbauen. Was meint ihr damit?
    Sonos läuft doch autark über die jeweiligen Boxen u wird dann via festem Panel bzw. Smartphone bedient oder nicht?

    MfG

    1. smarthomebau.de Sonntag, 13UTCSun, 13 Aug 2017 18:54:56 +0000 13. August 2017 at 18:54 Antworten

      Hallo Jens!

      Die Idee mit Sonos ist ein CONNECT:AMP zu installieren. Dieses wird ins Netzwerk eingebunden und an die Lautsprecher im Haus angebunden. Dadurch sind Musik und Sprach-Durchsagen flexibel möglich. Sonos wird dabei über einen Logik-Server (FHEM/Edomi) gesteuert. Alles klar? 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Themen

KNX: ETS-Gruppenadressen – Die geordnete Struktur im Einfamilienhaus

Jedes ernsthaft betriebene KNX-Projekt benötigt eine geordnete Gruppenadressen-Struktur. Es sei denn ihr setzt die…

KNX: „ETS Inside“ – Heilsbringer oder Mogelpackung?

Wir wollen uns heute in aller Kürze mit dem neuen KNX Inbetriebnahme-Tool ETS Inside…

ETS5 Professional (fast) kostenlos? KNX kostengünstig konfigurieren

Liebe KNX-Freunde, ich muss es euch eigentlich nicht erklären: Jede KNX-Installation benötigt zur (initialen)…

Netzwerkleitung verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Letzes Mal sprachen wir über die theoretischen Grundlagen der Netzwerk-Vekabelung (LAN). Wie versprochen beschäftigen…